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Das Technologieunternehmen Cambridge Consultants hat mit "Suma" eine Controller-Technologie vorgestellt, die auf das dreidimensionale Drücken des Eingabegeräts als revolutionäre Bedienmethode setzt. Das verspricht eine intuitive Bedienung für Anwendungen von 3D-Games bis hin zu robotischen Chirurgiesystemen.
"Suma" verspricht intuitive Bedienung zu günstigem Preis ![]() (Foto: Cambridge Consultants) Im Prinzip kann ein Suma-Eingabegerät ein normaler Controller sein, dessen Hülle durch eine spezielle Sensorkonstruktion ersetzt wird. Dadurch entstünden Fertigungs-Mehrkosten von weniger als einem Dollar, doch dafür eröffnen sich neue Interaktionsmöglichkeiten für Software. "Die Form eines Suma-Geräts kann aber praktisch beliebig sein", betont ein Unternehmenssprecher. Somit wären etwa Spielzeugkatzen für Kinder-Games oder für CAD-Anwendungen optimierte Formen denkbar. Die ganze Hand zur Eingabe Suma setzt darauf, mit einem Sensorsystem die 3D-Deformation eines Objekts in eine für Software verständliche Form zu übertragen. Das verspricht eine hochempfindliche Steuerung durch Fingerbewegungen oder den Druck der ganzen Hand. Gegenüber herkömmlichen Controllern erlaube dies zusätzliche Freiheitsgrade in der Eingabe, so das Unternehmen. Dabei sei der Zugang sehr intuitiv. "Einer unserer frühesten Instinkte als Babys ist es zu greifen und etwa ein Viertel des motorischen Kortex im Gehirn ist für die Muskeln der Hand zuständig", sagt Duncan Smith, Leider der Consumer-Produktentwicklung bei Cambridge Consultants. Anwendungspotenzial sehen die Entwickler unter anderem bei Design- und Kreativsoftware oder in der Fernsteuerung von robotischen Systemen. Zunächst sind aber Games für Cambridge Consultants der Schwerpunkt. "Unternehmen aus dem Videospiel-Bereich sind bei der Umsetzung solcher Technologien meist Vorreiter", so der Sprecher. Gerade für 3D-Games wäre der Ansatz interessant. Diese dürften in den nächsten Jahren verstärkt aufkommen. Denn nach Schätzungen von Frost & Sullivan werden in fünf Jahren schon bis zu 60 Prozent der US-Haushalte ein 3D-Display besitzen. Steuerungs-Revolutionen Dass eine neue Art der Eingabe gerade im Games-Bereich großen Erfolg verspricht, sieht man nicht nur am Beispiel von Nintendos Wii mit ihrem Bewegungscontroller. Niederländische Interaktions-Experten, die an Gedankensteuerung für Spiele arbeiten, gehen davon aus, dass Durchbrüche in Sachen Eingabemöglichkeiten bei Games stets großen Profit in Aussicht stellen. In diesem Bereich wird auch viel entwickelt, etwa in Form von Microsofts Project Natal, das Controller gänzlich obsolet machen will. "Wir glauben nicht, dass wir mit Natal direkt konkurrieren", so Cambridge Consultants. Denn die Steuerung durch Körperbewegung bei Natal habe einen völlig anderen Schwerpunkt als die präzise Feinkontrolle, die Suma in Aussicht stellt. Daraus würden sich unterschiedliche Anwendungsszenarien ergeben. Wie genau diese für Suma aussehen, will man im Rahmen der CES Anfang Januar genauer zeigen. (pte) |
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