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Administrator
Registriert seit: 31.01.2008
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9 ********* Windows 7 Ultimate Officeversion: Office 2007 |
Man mag ja über den Internet Explorer denken, wie man will. Wenn sich aber die Politik jetzt schon in die Ausstattung von Betriebssystemen einmischen darf, dann müssen wir wohl in Zukunft jetzt auch damit rechnen, dass deutsche Automarken auch japanische Motoren anbieten müssen?
Die EU-Kommission ist ja der Auffassung, dass der mitgelieferte Internet Explorer in den Windows-Betriebssystemen das Wettbewerbsrecht verzerrt. Solange man keine Möglichkeit hätte den Browser bei Bedarf zu wechseln, wäre das ja noch in Ordnung. Wenn der Reglementierungswahn nun aber schon soweit geht, dass solche Basisprogramme nicht mehr mit dem Betriebssystem ausgeliefert werden dürfen, dann verfehlt das Anliegen der EU-Kommission offensichtlich seinen Zweck. Anstatt zu einer breiteren Vielfalt in der Auswahl, führt eine solche Regelung zunächst einmal nur zu Unsicherheiten bei den Benutzern. Microsoft hat nun offenbar dem Druck der EU-Kommission nachgegeben und will speziell in Europa nun Windows 7 ohne den Internet Explorer ausliefern. Man darf gespannt sein, wann weitere Komponenten wie z.B. Paint oder Notepad ebenfalls einer solchen Regelung unterliegen, da es dafür ja ebenfalls alternative Angebote gäbe.
Zitat:
Der Softwareriese Microsoft hat angekündigt, dass das kommende Betriebssystem Windows 7 in Europa ohne den Internet Explorer ausgeliefert werden wird. Dies berichtet Microsofts stellvertretender Chefjurist Dave Heiner in einem Blogeintrag des Unternehmens. Damit will der Konzern einer weiteren Strafzahlung durch die EU-Kommission entgehen. Der Webbrowser wird schließlich sowohl Nutzern als auch Computerherstellern separat angeboten. Die Spezialversionen für den europäischen Markt werden mit einem "E" gekennzeichnet, schreibt Heiner. Für den Konsumenten wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch kaum etwas ändern. Vor allem beim Kauf eines neuen Rechners inklusive Betriebssystem ist davon auszugehen, dass der PC-Hersteller einen Browser vorinstalliert - der Einfachheit halber vermutlich den Internet Explorer, wie Microsoft-kritische Stimmen behaupten. Für Microsoft bedeutet dieser Schritt allerdings einen Strategiewechsel. Bislang argumentierte man in Redmond, dass der Internet Explorer ein fester Bestandteil des Betriebssystems sei und man deshalb nur beides zusammen ausliefern würde. Wiederholt wurde diese Tatsache von der EU beanstandet. Sie verstoße gegen europäisches Wettbewerbsrecht, hieß es aus Brüssel. Zuletzt strengte der norwegische Browserhersteller Opera durch eine Beschwerde ein neues EU-Verfahren an. Mittlerweile haben sich auch die Browser-Konkurrenten Mozilla und Google angeschlossen. Ein Vorschlag seitens der EU sah vor, dass die Rechner bzw. die Betriebssysteme mit einer Auswahl an Browserprogrammen ausgeliefert werden sollten. Somit hätte der Nutzer die freie Wahl zwischen den Applikationen. Das wäre auch im Sinne der Mitbewerber. In einer Stellungnahme der EU-Kommission heißt es nun kritisch, Microsoft habe sich entschieden, das Betriebssystem ohne Webbrowser auszuliefern. Anstatt mehr Auswahl, gäbe es nun sogar weniger. Vonseiten Operas ist nun zu vernehmen, dass man ebenfalls noch nicht zufrieden sei. Der aktuelle Schritt reiche noch nicht, wird Opera-CEO Håkon Wium Lie vom Branchenportal Cnet zitiert. "Ich glaube nicht, dass dies dazu führt, den Wettbewerb anzukurbeln", meint Lie. Er spricht sich hingegen für den Vorschlag der EU-Regulatoren aus. So soll den Nutzern eine Auswahl an verschiedenen Browsern angeboten werden, sobald sie sich das erste Mal mit dem Internet verbinden. Die EU muss den Softwarekonzern dazu bringen, das Betriebssystem mit mehreren vorinstallierten Browsern auszuliefern, so der Opera-Chef. Der Kunde hätte somit die Wahl. (pte) |
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