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Der japanische Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo http://www.nttdocomo.com hat eine Technologie entwickelt, die eine räumlich getrennte Audioübertragung bei Mobiltelefonen ermöglicht. Sie erlaubt dem Handy-Nutzer, etwa bei Telekonferenzen jeder Geräuschquelle - beispielsweise anderen Teilnehmern - eine bestimmte Position im Raum zuzuweisen. Das erlaubt eine natürlichere Kommunikation. Im Vergleich zu existierenden, ähnlichen Technologien erfordert die neue Entwicklung laut Unternehmen relativ wenig Übertragungsbandbreite und Rechenaufwand.
![]() Räumliche Audiowiedergabe auf dem Handy (Foto: nttdocomo.com) Mit der NTT-DoCoMo-Technologie kann ein Nutzer mit Kopfhörern die Stimmen verschiedener Sprecher wahrnehmen, als käme jede aus einer bestimmten Richtung. So entsteht eine virtuelle Kommunikationsumgebung, die persönlichen Gesprächen in der realen Welt ähnlich ist. Diese Idee an sich ist nicht neu, denn 3D-Audio-Lösungen sind ein gängiger Bestandteil von Telepresence-Lösungen für virtuelle Konferenzen. Allerdings betont NTT DoCoMo, dass die eigene Technologie besonders gut für Handys und andere relativ leistungsschwache Endgeräte geeignet ist, da sie besonders ressourcenschonend arbeitet. Bei existierenden Ansätzen zur räumlich getrennten Audioübertragung werden Encoding/Decoding und die räumliche Audiosynthese getrennt durchgeführt, so das Unternehmen. Der eigene Ansatz verbinde nun diese beiden Prozesse, wodurch die zur Übertragung notwendige Bitrate und auch die Rechenlast minimiert werden. Dabei werden Server- und Client-seitige Prozesse kombiniert. Der Server identifiziert die wichtigen Klangkomponenten in der Stimme jedes Sprechers und sorgt für eine effiziente Kompression des Datenstroms, der ans Handy übertragen wird. Dort wird der empfangene Stream dekodiert und gleichzeitig ein räumliches Klangbild synthetisiert. NTT DoCoMo stellt seine Entwicklung seit heute, Dienstag, im Rahmen des Wireless Technology Park 2009 http://www.wt-park.com/eng, einer Fachmesse für drahtlose Kommunikationstechnologien, vor. Zunächst wird weiter an der Technologie geforscht, doch langfristig soll sie kommerziell verfügbar gemacht werden. Als denkbare Anwendungen nennt das Unternehmen neben mobilen Telekonferenzen auch den Fernunterricht sowie Online-Spiele. (pte) |
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